Meine Arbeitsweise mit Problemhunden

In meinem Studium der Tierpsychologie "Fachrichtung Hund" und in der Ausbildung zur Problemhundtherapeutin nach S.D.T.S. habe ich umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt, um die Ursache von Problemverhalten zu erkennen und das Verhalten wieder um zu lenken, in ein akzeptables und erwünschtes Verhalten.

Hundewelten - Zertifikat Abschlusszeugnis

Ganz besonders wichtig ist es mir, dabei auf eine artgerechte Weise vorzugehen und mit dem Hund auf einer Ebene zu kommunizieren, die er versteht und der er folgen kann und das ist im Besonderen die Körpersprache.

Körpersprache ist für den Hund klarer und eindeutiger als sämtliche Sprachkommandos, die gerade bei einem Hund mit Fehl- oder Problemverhalten vielfach schon falsch verknüpft sind oder der Hund ist bereits dem tagtäglichen Schwall von Sprachkommandos gegenüber abgestumpft und zeigt darauf keinerlei Reaktion.

Indem wir die Sprache deutlich reduzieren erreichen wir bereits auf simple Weise, dass der Hund mit gesteigerter Aufmerksamkeit reagiert. Diese Aufmerksamkeit ist die Basis für alle weiteren Schritte.

Ich verwende in der Arbeit mit dem Hund keinerlei körperliche Gewalt, wozu ich auch Leinenruck, das "auf den Rücken werfen" und den Schnauzengriff zähle, ebenso verzichte ich auf unnötige Hilfsmittel. Der Hund lernt aus Körperaktionen und durch positive Bestätigung für erwünschtes Alternativverhalten.

Die Therapie findet immer im alltäglichen Umfeld des Hundes statt, also bei Ihnen vor Ort und nicht in einer Halle oder auf einem Hundeplatz. Da Hunde unter anderem ortsgebunden lernen, würde man so erreichen, dass Ihr Hund auf dem Hundeplatz vorbildlich "funktioniert", das Problemverhalten, das er zu Hause oder in bestimmten Situationen (z.B. beim Spaziergang) zeigt, bleibt aber bestehen.

Ablauf der Therapie:

Grundsätzlich sollte immer eine tierärztliche Untersuchung durchgeführt werden, bevor verhaltenstherapeutisch gearbeitet wird, denn pathologische Störungen können zu leichten und auch schweren Verhaltensproblemen führen (z.B. bei schmerzhaften Erkrankungen).

Wenn der Hund organisch gesund ist, wird der erste Termin vereinbart. Wie bereits erwähnt, ist es besonders wichtig, dass ich das Tier in seiner gewohnten Umgebung sehe und ich mir so ein Bild von seinem Wesen und seinem Verhalten machen kann. Natürlich sollte auch die Bezugsperson des Hundes anwesend sein.

In einem ausführlichen Gespräch werde ich alle wichtigen Fakten zusammentragen, eine Diagnose stellen und meine Therapieempfehlung unterbreiten. Wichtige Schritte setze ich mit meinen Klienten gemeinsam bereits praktisch um, erkläre und zeige die empfohlenen Vorgehensweisen, damit in der folgenden Zeit keine Unsicherheit bei der Umsetzung aufkommt. Dieser Therapieplan wird den Klienten auch noch schriftlich zugesandt.

Ein wichtiger Punkt ist die Begleitung während der Therapie. In dieser Zeit stehe ich meinen Klienten jederzeit telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Auch weitere Vor-Ort-Termine können bei Bedarf erfolgen, wenn Unsicherheiten und Unklarheiten bestehen.

Therapieausnahmen:

Es gibt Fälle, wo eine Verhaltenstherapie einfach nicht greift. Dazu gehören:

  • Hunde die wegen einer organischen Erkrankung eine Verhaltensproblematik zeigen
  • Hunde, die in der sensiblen Phase oder auch Prägephase (3-12 Lebenswoche) negatives erlebt haben, stark misshandelt wurden oder sehr isoliert waren
  • Fälle, bei denen die Hundehalter nicht mitarbeiten und gelerntes nicht umsetzen wollen oder können
  • Hundeartige wie Wolfshybriden (Kreuzung aus Wolf und Hund)